Dienstag, 28. Juli 2015

Paihia - Bay of Islands

Vor uns liegt das ganze Northland und harrt der Erkundung :) Wir schauen uns in Whangarei bei den Falls und den Abbey Caves um, da ich diese Highlights als Ortskundige natürlich meinen Freunden nicht vorenthalten möchte.

Auf der Weiterreise stoppen wir in Kawakawa, um die Kunst von Friedensreich Hundertwasser zu bestaunen... Indem wir das stille Örtchen aufsuchen, dass der Künstler hier gestaltet hat! Ein bisschen skurril >.<

Ich freue mich jedoch, als wir nach Paihia in die Bay of Islands kommen. Das schnuckelige Örtchen liegt in einer hübschen Bucht, die sowohl bei Sonnenauf- als auch Untergang sehr romantisch aussieht.

Ich bin hin und weg <3 Wir bleiben daher ein paar Tage, gehen am Strand spazieren, fahren Kayak und lassen uns tätowieren. Ähm, was? Ja, genau! Fabian sucht nach geraumer Zeit nach einem fähigen Tätowierer und hat nun in Paihia eine vertrauenserweckende Maori-Lady kennengelernt, von der er sich ein Moko stechen lässt.

Ein Moko ist ein traditionelles Maori-Tattoo, dessen Muster Charakter und Geschichte einer Person abbildet. Fabians starker Charakter wird durch einen Stachelrochen illustriert. Obwohl mir Tätowierungen selten gefallen, bin ich happy, dass er happy ist und irgendwie steht es ihm auch ;)

Während Fabian unter der Nadel liegt, gehen wir anderen zu den Waitangi Treaty Grounds. An diesem Ort wurde der Vertrag von Waitangi unterzeichnet, der als Abkommen zwischen den Maori-Häuptlingen und der britischen Queen die Urform der neuseeländischen Verfassung darstellt. Kultur pur ;)

Auf dem Gelände begegnet uns ein Tui, ein farbenfroher einheimischer Singvogel, den ich noch nie zuvor zu Gesicht bekommen hab! Super cool.

 Sonnenaufgang in der Bay of Islands

Die Whangarei Falls sehen im Winter schon üppiger aus :)

Lieutenant Schöne auf Urlaub 

Whangarei Falls! Lang ist's her. Zuletzt bin ich im Dezember 2014 mit Prissi hier gewesen :)

Das Höhlenforscherteam ist bereit!

Feucht und dunkel sind die Abbey Caves wieder ein Barfuß-Abenteuer!

Ach die Mütze... die ist leider später einem Aal zum Opfer gefallen ^^"


Das Tageslicht ist mir trotzdem lieber als die Höhlen!

Sonnenaufgang in Paihia

Morgendämmerung in Paihia

Mein erster NZ-Seestern <3

Sonnenuntergang in Paihia

Waitangi Treaty Grounds - Maori und Weiße haben hier den Frieden besiegelt

Fabians Stachelrochen-Moko. Für mich nur Schnörkel, doch ein Fremder Maori-Angler konnte dort am Strand wirklich das Gemeinte drin lesen ^^"

Samstag, 25. Juli 2015

Auf in den Norden

Wir bewegen uns recht schnell über die Nordinsel, weil unser aller Zeit im Land sich langsam dem Ende zuneigt. Wir fahren über Rotorua, wo Sarah und Nadja zum Wai-o-Tapu Thermalwunderland gehen. Fabian und ich vertreiben uns die Zeit beim Einkaufen in der Stadt.

Nächstes Ziel ist Matamata, Land der Hobbits ;) Für mich natürlich ebenfalls ein alter Hut, obwohl der gute Gollum ein cooles Fotomotiv abgibt!

Nach einem kurzen Stopp zwecks Übernachtung in Hamilton, geht es weiter ins Northland. Auch hier sehe ich Bekanntes wieder. Der Kreis schließt sich für mich so langsam und die ersten Highlights werden auch wieder die letzten sein.

Es ist interessant für mich, dieselben Orte zu einer anderen Jahreszeit zu sehen. Einige Neuheiten sind natürlich auch für mich dabei :)

Oberhalb von Auckland machen wir einen kleinen Track zu einem Wasserfall und dann unsere Mittagspause am Orewa Beach. Sehr schönes Fleckchen Erde!

Als wir an Warkworth vorbeikommen, biegen wir kurzerhand bei einem Kauri-Baum ab. Der Kollege ist satte 1000 Jahre alt und wunderschön. Die Baumschmuserin in mir ließ es sich da natürlich nicht nehmen, den Riesen zu umarmen <3

Danach laufen wir am Sandspit an einem Campingplatz ein, wo ich meine erste Nacht in Neuseeland im Zelt verbringe <3 ich war als Kind mit meiner Familie jedes Jahr in Italien campen und genieße die Aktion daher sehr, auch wenn es nachts leider richtig zu schütten anfängt und auch bis zum späten Vormittag nicht aufhört.

Trotzdem eine ziemliche Gaudi :D und dank des hochwertigen Zelts sind wir auch nicht abgesoffen (obwohl das Wasser ringsrum einen Finger breit auf dem Rasen stand). Gute Investition, Fabian! :)


Der Orewa Beach

Ach, Gollum :,) Mit der Sonnenbrille siehst du echt top aus!

Beim Shoppen gefunden. Irgendwie wahr :(:

Sarah und Fabian. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!

Ein großer alter Kauri Baum *hug*

Dank Wolverines Einsatz...

... steht das Zelt wie eine Eins!

Freitag, 17. Juli 2015

New Plymouth und die Drei Schwestern

Wir sind wieder am Meer :)
New Plymouth ist ein hübsches Städtchen und hat eine noch hübschere Uferpromenade, die von einem modernen Kunstobjekt geziert wird.

Weil es (mitten im neuseeländischen Winter) so warm ist, flanieren wir am Meer entlang und laufen durch das Naturkundemuseum der Stadt, das sich am einen Ende der Promenade vor uns erhebt.

Von New Plymouth aus starten wir später nach Nordwesten. An der Küste gibt es eine Stelle namens "White Cliffs" (Weiße Klippen), die wir uns näher ansehen möchten. Der Track ist leider gesperrt, daher ziehen wir die Schuhe aus und gehen am Strand spazieren. Ein dicker Fels lädt zum Klettern ein.

Ein Schild entlang der Route SH 3 weist auf die "Three Sisters" (Drei Schwestern) hin. Ahnungslos aber stets willig biegen wir ab und finden uns an einem Strand wieder. Es stehen Warnhinweise, dass die kommende Flut einem den Rückweg abschneiden kann, daher beeilen wir uns und huschen durch den pechschwarzen Sand, der fein und dunkel wie Magnetstaub an meinen nackten Füßen kleben bleibt.

Atemberaubend schön glitzert der Sand im Sonnenschein wie tausend Diamantenfacetten; ein Glitzern, das keine noch so gute Kamera einzufangen vermag :/
Durch einen Felsbogen ist in der Ferne sogar noch der mächtige Taranaki zu sehen. Ich bin bedient. Dieser Anblick bei Sonnenuntergang ist zu episch.

Am selben Abend kommen wir in Te Kuiti an, wo wir uns in völliger Abgeschiedenheit bei einem Herren einquartieren, der uns mit den Worten "Dann hol' ich wohl mal besser meine Axt..." begrüßt - Gruselig! xD

Wenig später haben wir ein Feuerchen im Ofen, auf dem wir dann zum Abendessen ein paar Eier braten. Das einfache Leben <3

Sonnenuntergang am Schwarzsandstrand

Das Skelett eines Moa

Der Nationalvogel Neuseelands, der Kiwi <3

Spiegelspaß in der Kunstgallerie 

Maori Flechtkunst

Die White Cliffs

Die verbleibenden zwei der Drei Schwestern mit dem Taranaki Mt Egmont im Hintergrund 

Der Mann im Sonnenuntergang 

Der Versuch, der Flut zu entrinnen


Nadja, Sarah und Fabian auf unserem Kletterstein :)

Montag, 13. Juli 2015

Taranaki Mt Egmont

Von der Hektik des Vortages ist nichts mehr übrig, als wir am nächsten Morgen zur Taupo Marina fahren.

Am Rand des Sees befindet sich, tief in die Sandsteinwand eingeritzt, ein altes Maori-Relief, das wir uns ansehen möchten. Ein schöner Trip auf dem Segelboot Barbary bringt uns zu der Sehenswürdigkeit.

Der Kapitän ist sehr nett. Er verteilt Regencapes und heißen Tee gegen den eisigen Wind und die Kälte. Mit meinen Schals, der Mütze, Sonnenbrille und Kapuze ist mir nicht kalt. Erst, als die Wellen aufs Boot schwappten und meine Hose tränkten wurde es echt frisch!

Von Taupo aus begeben wir uns auf eine Odyssee nach Westen. Beinahe hätten wir in Taumarunui übernachtet, doch dann sind wir doch den Forgotten World Highway (Straße durch die vergessene Welt) gefahren. Bei Nacht. Wie sich dann herausstellte hätten wir die ganze Zeit über eine tolle Aussicht auf unser Ziel, den Taranaki Mt Egmont haben können, doch dazu war es leider viel zu finster >.<

Auch am nächsten Tag erfahren wir einen kleinen Rückschlag, als sich herausstellt, dass wir den Taranaki nicht hoch können. Aufgrund der winterlichen Verhältnisse ist lediglich ein kleiner Track am Fuße des Berges zugänglich.

Wir spielen ein bisschen im Schnee, der auf den Farnwedeln ein gewöhnungsbedürftiges Bild abgibt, aber mit dem Berg im Hintergrund sehr schön wirkt. Nachdem wir dem Schnee auf der Südinsel davongefahren sind, macht das echt Spaß :D

Doch selbst am Fuß des Berges bleibt uns das Auto schon im Schnee stecken und uns wird wieder klar, warum wir aus dem Süden zeitig abgehauen sind. Ohne Allradantrieb und Schneeketten sind die höher gelegenen Tracks für uns nicht zu erreichen, daher beschließen wir einmal an der Küste entlang um den Taranaki drum herum zu fahren.

Ein hübscher Leuchtturm und Strand liegen auf dem Weg nach New Plymouth, wo wir uns dann für die Nacht einquartieren.

Taranaki & Ich

Die Barbary, ein hübsches Segelboot

Dick eingepackt trotzen wir dem eisigen Wind an Bord 

Das Maori-Relief am Lake Taupo 

Ein schöner Tag für einen Wintersegeltörn

Coole Grüße von meinem Schneebruder :)

Schnee auf Farnen - gewöhnungsbedürftig!

Fabian wird diesen Berg noch bezwingen. In einer besseren Jahreszeit!

Leuchtturm am Cape Egmont

Die Westküste der Nordinsel

Nadja, der kleine Berg und Sarah, der große Berg xD

Dienstag, 7. Juli 2015

Lake Taupo - 4 Play

Annie und Steve waren sehr liebevolle Gastgeber, doch für uns wird es Zeit weiterzuziehen.
Wir haben das Dinner mit Debbie und Paul sehr genossen - Vielen Dank für alles, Annie und Steve!

Ein paar sonnige Tage verbringen wir in der Art Deco City Napier, bis Fabian wieder zu uns stößt ;)

Gemeinsam reisen wir zum Herzen der Nordinsel, dem großen Lake Taupo. Mir rutscht mein eigenes Herz in die Hose, als wir uns im iSite für diverse Aktivitäten beraten lassen.

Vom Tongariro Crossing wird uns auf Grund der Wetterlage wegen akuter Lebensgefahr stark abgeraten. Ein kleiner Dämpfer für unsere Unternehmungslust :/

Doch auf meiner Bucketlist ist noch ein Punkt offen in Taupo... es gibt hier landesweit die heftigste Adrenalin-Combo: Das 4Play! Bei diesem Angebot beginnt der Tag mit einem Bungee-Jump, gefolgt von einem Jetboat-Trip, einem Helikopterflug und einem SKYDIVE aus 12.000 Fuß Höhe!

Gott, war das aufregend!!

Fabian und ich stellen uns der ultimativen Adrenalin-Combo und werden morgens von (der falschen) Limousine abgeholt xD das ließ sich zwar schnell beheben, hat mich aber echt nervös gemacht >.<

Dann gehts los mit Bungy aus 47m Höhe! Ich hatte schon echt Bammel, doch der Assistent sagte, ich solle mich einfach nach vorne fallen lassen. "Das ist ok. Das kann ich!", dachte ich noch kurz und fiel. Das Gefühl war irre! Einen Moment fühlst du dich schwerelos, der Kopf hat noch nicht gerafft, was der Körper soeben getan hat und 
plötzlich stürzt du in die Tiefe und begreifst, dass du es nicht mehr ändern kannst.
In dem Moment geht das Seil auf Spannung und fängt dich ab :)
Das Bötchen dort unten hat mich dann aus der Luft gefischt und ich war so geladen mit Adrenalin, dass ich nicht aufhören konnte zu grinsen :))

Nahtlos gings weiter zur nächsten Attraktion, einer Jetboat-Tour auf dem Waikato River. Das Boot hat 500PS und fährt bis zu 85 km/h. Im Slalom um Bojen, Bäume und Vögel war das ein echt wilder Ritt!

Nass aber glücklich sitzen wir im Jetboat

Wir fahren bis an die Huka Falls heran, die jetzt im Winter sehr mächtig sind

Eine halbe Stunde später besteigen wir bereits dieses hübsche kleine Spielzeug! Der kleine Helikopter fliegt uns über den See :)

Ich fliege :D

Eben noch vom Jetboat aus betrachtet, sehen wir die Huka Falls nun von oben

Letzte Aktion für heute - Ein Skydive aus 12.000 Fuß Höhe! Mein Jumpmaster Leski ist ganz entspannt. Er ist schon 6.000 Mal (!) aus diesem Flieger gesprungen.

Die Spannung steigt mit jedem Höhenmeter ;) Du weißt nämlich ganz genau, dass der einzige Weg aus dem Flugzeug durch die offene Tür führt.

Also hopp! Ich bin sehr aufgeregt, aber ich vertraue auf Leskis Expertise. Und die Aussicht zeigt mir sofort, dass es die Selbstüberwindung wert war!!!

Im freien Fall spaßen wir herum. Meine Arme wedeln herum wie wild, weil der Wind so stark ist. Ich schreie aus Spaß und der Wind fetzt mir die Stimme weg. Einfach Wahnsinn!

Wir nähern uns dem Boden, der nette Kameramann schlägt mit mir ein. Gib mir Fünf!

Zack! Da geht der Fallschirm auf und wir werden nach oben gerissen. Von der Hektik des Falls ist nichts geblieben. Mit dem Fallschrim gleiten wir ganz langsam zu Boden und genießen die Sicht auf die Erde unter uns.

Sicher gelandet mache ich drei Kreuze, dass ich diesen Tag überstanden habe. Das 4Play ist großartig, aber auch sehr sehr anstrengend, sodass ich an diesem Abend wie ein Stein ins Bett falle, nachdem meine Freunde Sarah und Nadja mich mit Tee und Nudeln wieder gestärkt haben :)