Montag, 29. Dezember 2014

Coromandel Peninsula

Die Sonne scheint, die Grillen zirpen, das Rauschen der Wellen macht mich müde.
Heute entspannen wir an einer kleinen Bucht unweit unseres Hostels auf der Coromandel-Halbinsel.

Gestern haben wir Julia getroffen und sind mit ihrem Auto an die Ostküste gefahren, um den Coastal Track zu laufen. Dieser sechsstündige Wanderweg über die Berge an der Küste verspricht ein bisschen des puren Neuseelands zu sehen.

Dafür muss man allerdings auch wirklich gut zu Fuß sein, sich seinen Weg über Stock und Stein, Wiesen, Bächelein und Kuhweiden (die Fladenmienenfeldern gleichkommen) suchen und ist entweder tropischer Feuchtigkeit oder der brennenden Sonne ausgesetzt.
Für mich war es eine Herausforderung, sechs Stunden insgesamt zu wandern und ich war froh, dass wir uns auf der Hälfte der Strecke im Meer abkühlen konnten.

Wir hielten die Motivation mit Singen und Späßen oben, sodass der Tag im Nu verflog. Das Abendessen war wohlverdient!

Wir werden Silvester noch gemeinsam auf diesem wunderschönen Fleckchen Erde mit seinen felsigen Küsten und den rot blühenden Pohutukawa-Bäumen verbringen und uns dann in verschiedene Richtungen zerstreuen.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr :)

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Merry Christmas!

Frohe Weihnachten an all meine Lieben und nochmal vielen Dank an die liebe Jenni, die den Weihnachtswichtel gespielt und meine Familie mit kleinen Geschenken überrascht hat :D

Prissi, unser Neuzugang Paula und ich haben Weihnachten dieses Jahr mal am Strand gefeiert :)

Und lieben Dank an alle, die mir Bilder von ihren hübsch geschmückten Tannenbäumen geschickt haben!

Ich wünsche euch allen und euren Familien ein fröhliches Weihnachtsfest voller Spaß und Freude.


Dienstag, 23. Dezember 2014

Aussicht

Danach waren wir noch am Strand - Erfreut euch an der Aussicht :)

Cape Reinga

In den letzten Tagen waren wir viel unterwegs :)
Von der Villa Kunterbunt in Kaeo aus sind wir zurück nach Kerikeri, um an einer Tagestour zur Nordspitze der Nordinsel teilzunehmen!

Den Tag vorher quartieren Prissi und ich uns also in der Relax Lodge ein - ein kleines Hostel außerhalb - und machen von dort aus eine Radtour durch die Gegend. Wir kommen zufällig am ältesten Steinhaus Neuseelands vorbei, sonnen uns ein wenig am Kerikeri-River, der dort vorbei fließt und betreten dann ein altes Maori-Dorf auf einem Hügel in der Nähe. Hier gibt es Flechtkunst und Schnitzereien zu bestaunen und einige Hinweise, was die Maori alles aus Pflanzen machen konnten (nämlich alles).

Als wir nach 20 km auf dem Rad wieder bei der Relax Lodge ankommen, hüpfen wir in den Pool und ich bin zum ersten Mal seit Reisebeginn schwimmen :D
Wir stoßen mit einem Weißwein auf der Veranda an und lassen den Tag ausklingen.

Früh am nächsten morgen steigen wir dann in den Reisebus zum Cape Reinga. Am Whangaroa Harbour vorbei fährt der Bus dann mit Topspeed den Ninety-Mile-Beach entlang - der eine zugelassene Schnellstraße ist! xD

Tatsächlich können wir nicht anhalten, weil der Bus sonst im nassen Sand zu tief einsinken würde. Ganz am Ende ist anhalten allerdings möglich, sodass wir ein paar Bilder machen können.

Dann fahren wir ein paar Meter weiter nach Te Paki, wo das nächste Highlight der Tour auf uns wartet - Sandsurfen auf einer Düne! Eine Supergaudi!!! Und wieder einmal eine atemberaubende Aussicht, nachdem wir uns erstmal durch den Sand die Düne hinauf gekämpft hatten...

Nach der Abfahrt geht's sandig aber glücklück weiter hoch zum Cape Reinga, dem Ort, von dem die Maori glauben, dass die Geister der Verstorbenen in die Totenwelt hinabsteigen.

Wir haben seit Wochen den zweiten Tag, an dem die Sonne richtig scheint und daher wirklich himmlische Bilder machen können :)
Ihr glaubt gar nicht, wie großartig das zweifarbige Meer unter uns aussieht! An diesem Punkt treffen nämlich der Tasmanische und der pazifische Ozean aufeinander.

Wir stehen am Anfang des Endes der Welt und betrachten die Kollision zweier Ozeane... großartig.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Villa Kunterbunt - Bei Jan & Steve

Die Zeit fliegt und daher verlassen wir Judy und Logan bereits wieder und steigen in den Bus, der uns noch weiter nach Norden bringt.
Wir steigen in Kerikeri um und werden in Kaeo (das lediglich aus einer einzigen von Geschäften gesäumten Straße beateht) gleich von Steve, unserem nächsten Gastgeber, willkommen geheißen.
Steve ist groß, hat lange weiße Haare und einen weißen Bart, freundliche Augen und ein nettes Lächeln. Er trägt fleckige Shorts und Gummistiefel und einen großen braunen Hut. Die ganze Gestalt ist eine gelungene Mischung aus dem Weihnachtsmann und Crocodile-Dundee und führt uns nun rüber zu seinem Auto.
Dieser Anblick löste in mir das erste ubgläubige Grinsen aus. Es sollte nicht das Einzige bleiben.

Steve zeigt auf das Fahrzeug und erklärt, dies sei der rubbish truck, also der Müllwagen. Das erklärte zumindest die zwei auf der Ladefläche festgezurrten Mülltonnen...
Ohne viel Federlesen springt Steve auf den Truck, tritt ein paar Dosen zur Seite, die klimpernd davonrollen und zaubert schließlich zwei große Plastiksäcke hervor. Nun fordert er unsere Rucksäcke ein, die er zum Schutz vor dem in letzter Zeit allgegenwärtigen Regen darin wetterfest einpackt.

Dann quetschen Prissi und ich uns auf den Beifahrersitz. Mir fällt auf, dass der rechte Außenspiegel fehlt und dass die Sonnenblende auf der Fahrerseite mit Wäscheklammern fixiert ist.
Aber besser schlecht gefahren als gut gelaufen - nicht wahr? :)
Also holpert der Truck über die Landstraße, die sich in zahlreichen Windungen den Berg hoch schlängelt. Mit routinierten Manövern weicht Steve den Schlaglöchern aus, die die Straße einem schweizer Käse gleichen lassen.
Als wir jedwede Zivilisation endgültig hinter uns gelassen haben parkt Steve neben dem Briefkasten und rattert dann den schmalsten Trampelpfad hoch, den ihr euch vorstellen könnt!

Ich zähle drei verrostete, weiße Autos und zwei umgedrehte Boote, ehe das Haus in Sicht kommt. Ungläubig betrachten wir unsere Unterkunft für die nächsten paar Tage.
Auf der Internetseite hat Steve angegeben, sie wohnten in einer alten Villa - tja nun - wie alt ist denn diese Villa? Man weiß es nicht mehr so genau. Der Holzbau hat seine besten Jahre jedenfalls bereits hinter sich und trotzt nun tapfer den Unbilden des Wetters. In einem wüsten Schuppen gleich neben dem Haus türmen sich alte und uralte Gegenstände aller Art. Manche sind zwar verrostet, aber noch erkennbar und andere sind von lauter Gras und Moos überwuchert.

Wir entfliehen dem Regen rein in die gute Stube und lernen Jan kennen, die gerade Brot backt. Wir setzen uns zu einem Tee und dann holt Steve das Mittagessen hervor. Ein befreundeter Fischer hat ihm zwei Hummer geschenkt, die er offenbar am Morgen schon gekocht hat, denn plötzlich schwingt er ein großes Messer und bricht den Panzer der Krustentiere mit einem ekligen Knacken auf.
Ich gebe zu, dass mir der Appetit auf Mittagessen vergeht >.<
Da ich jedoch nicht unhöflich sein möchte, probiere ich das Hummerfleisch tapfer. Es ist zart und dezent im Geschmack doch so richtig gut schmecken will es mir nicht.

Jan ist eine nette ältere Dame, die gern mal ein paar Wörter vergisst, die Steve ihr dann ergänzt. Es ist schon niedlich die beiden zu sehen :)
Dann muss Steve raus und sich um das Vieh kümmern. Jan spendiert uns ein paar Gummistiefel und zeigt uns derweil die Farm.
Es gibt Hühner und Enten, die sogar kleine Entchen haben :) als wir von den Kühen hören hoffen wir melken zu lernen, doch leider sind die Rinder alle männlich...

Also gehen wir lieber in den Gemüsegarten und das Ananas-Gewächshaus ;)
Nachdem wir ein paar saure, weiße Erdbeeren und grüne Kichererbsen probiert haben wird der Regen dann echt fies, sodass wir ins Haus gehen und ein paar Schachbrett-Kekse backen.

Am nächsten Tag zeigt Steve uns die Gegend und den Whangaroa Hafen. Wir entdecken einen Flipflop-Zaun, der uns zum Schmunzeln bringt, ehe eine Sturmwarnung uns wieder Heim scheucht.
Seither regnet es... und wir wollten eigentlich gern mit Steves Kanu durch die Mangroven fahren, die hier in dichten Wäldern im Schwemmland wachsen, doch das wird das Wetter wohl nicht mehr zulassen :/

Drückt uns die Daumen, dass es bis Freitag besser wird, denn da wollen wir am 90-Mile-Beach Sandsurfen gehen! :)

Samstag, 13. Dezember 2014

Abbey Caves - Reise nach dem Mittelpunkt der Erde

Nachdem es in den letzten Tagen viel geregnet hat, konnten wir nicht besonders viel tun. Daher wechselten sich Hausarbeit und Unkrautziehen je nach Wetterlage ab. Heute jedoch scheint es halbwegs trocken zu bleiben sodass wir (nachdem wir einen Steingarten mit Agaven angelegt haben) zu den Abbey Caves fahren.

Dabei handelt es sich um drei natürlich entstandene Höhlen, die nicht miteinander verbunden sind.
Logan und seine achtjährige Tochter Lucy führen uns durch abschüssiges Grasland, in dem bereits einige Felsen wahllos verstreut liegen, zur Organ Cave - der ersten Höhle.
(Tatsächlich stiegen wir auch in die Middle Cave und in die Ivy Cave hinab, doch die erste gefiel mir am besten :)

Wir benutzen die extra angebrachte kleine Trittleiter, um über einen Zaun zu dem Trampelpfad zu gelangen, der uns zur Höhle führen soll. Riesige Farne, Palmen und moosüberwucherte Felsen säumen den Weg, der uns an einen Felsvorsprung bringt. Von hier aus haben wir freie Sicht auf einen schwarzen Schlund, der sich mit aberwitzigem Gefälle vor uns in die Tiefe gräbt.

Prissi und ich tauschen einen vielsagenden Blick und staunen nicht schlecht, als Lucy flink und behende über die grobschlächtigen Felsbrocken in das schwarze Loch hinabzuklettern beginnt.
Da wir uns von einer Achtjährigen nicht in die Tasche stecken lassen wollen, beginnen wir mit dem abenteuerlichen Abstieg in die erste Höhle.

Ich bin noch nie in eine Höhle hinabgestiegen, daher wähle ich meine Tritte vorsichtig und sorgfältig aus. Die Steine fühlen sich kalt und nass an und ich muss mich konzentrieren und mir Halt für Hände und Füße suchen, um mir durch die Felsen einen eigenen Weg zu bahnen. Mein Puls geht schneller, denn das Klettern ist anstrengend aber auch irgendwie spannend :) 

Der Gag ist, dass Prissi und ich unsere dreckigen Arbeitshosen extra ausgezogen und die frisch gewaschenen Jeans angezogen hatten - was für eine Schnapsidee! xD wir hatten die Höhlen eben für leichter zugänglich gehalten...

Je tiefer wir kommen, desto dunkler wird es um uns und so mancher zuvor wohl überlegte Schritt verkommt zu einem selbstbewusst Geratenem.
Als wir schließlich den Boden erreichen, kann ich Wasser fließen hören, aber nicht mehr besonders viel sehen. Logan nestelt derweil an seiner Taschenlampe herum, die sich jedoch nicht dazu herablässt zu leuchten.
An dieser Stelle hätte unsere Höhlenforschung vermutlich ein jähes Ende gefunden, wäre da nicht der Tscheche mit seiner Stirnlampe aufgetaucht.
Er war so freundlich uns zu leuchten, sodass wir uns tiefer in die Höhle vorwagen konnten.

Es traf mich unvorbereitet, als Logan uns schließlich aufforderte, die Schuhe auszuziehen. Ich hatte mir den Besuch bei den Höhlen auf viele Arten und Weisen ausgemalt - aber eine Barfuß-Erkundung war nicht dabei gewesen! Da nasse Schuhe jedoch auch keine Option sind, entledige ich mich kurzer Hand meines Schuhwerks und setze einen Fuß nach dem anderen auf dem kalten, lehmigen Höhlenboden ab.

Die Schuhe bleiben auf einem Stein zurück, als wir durch den murmelnden Bach, der mir mal bis zum Knöchel, mal bis zum Knie reicht, tiefer in die Höhle vordringen.

Das Laufen auf dem unebenen Kiesbett gestaltet sich recht abenteuerlich, denn da wir nur über eine Lampe verfügen, deren Ausrichtung ich nicht beeinflussen kann, ist es oft ziemlich finster, was mich dazu veranlasst mich an der Wand entlang zu tasten.

Nach einer Weile bleibt Logan stehen und ich stelle mich auf einen Stein, um dem eiskalten Wasser für einen Moment zu entrinnen. Dann weist Logan auf die Decke und bittet den Tschechen um das Ausschalten der Lampe, sodass uns dicke schwarze Dunkelheit umfängt.

Ich finde das Gefühl ein wenig beklemmend, doch dafür werde ich entschädigt, als ich meinen Kopf hebe und nach oben schaue.

Hunderte winziger Lichter tummeln sich an der Decke, schwach grünlich schimmernd wie kleine Sterne, deren Leuchtkraft zunimmt, je länger das Licht aus ist.
Für mich sind die Glow Worms (eine Art Glühwürmchen) ein wirklich erhebender Anblick! Das Phänomen der Biolumineszenz, der natürlichen Leuchtkraft von Pflanzen und Tieren, fasziniert mich nämlich unheimlich :)

Wenig später schaltet der Tscheche seine Lampe wieder an und Logan weist uns auf einige silbrig glänzende Fäden in einer Felsnische hin, die wie mit Sekundenklebertröpfchen versehene Spinnenfäden aussehen und den Glow Worms zum Beutefang (auf dem Speiseplan stehen hauptsächlich Insekten) dienen.

Anschließend begeben wir uns auf den Rückweg. Ich verzichte auf meine Socken und versuche im Halbdunkel meine Füße aus dem Wasser in die Schuhe zu bekommen, weil ich auf nassen Lehm an meinen Füßen gerne verzichten kann ;)

Wir klettern das Felsgeröll wieder hinauf und schon hat die Welt uns wieder!

Dieser Ausflug erinnert mich an Jules Vernes Roman Reise nach dem Mittelpunkt der Erde, in dem zwei Forscher in einen Vulkan bei Reykjavik hinabsteigen und wundersamen Welten begegnen. Bei der Lektüre dieses Werks fiel mir ein Zitat ins Auge, dass mir für meine eigene Reise passend erscheint:

"Also ausgestattet und versehen hat man keinen Grund, eine weite Reise zu scheuen."

Und hier bin ich und reise :)

Beste Grüße meine Lieben!

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Dreamlands - Bei Judy & Logan

Hallo meine Lieben,

Prissi und ich haben Auckland verlassen und sind 170 km weiter nördlich in Whangarei bei Judy und Logan in Lohn und Brot - oder zumindest in Brot, denn Geld bekommen wir keins ;)

Wir steigen also früh morgens in den Intercity-Bus und lassen uns durch malerische grüne Auen, die mal von Kühen, mal von Schafen bevölkert sind, durch Farnwälder und Grasland an die Ostküste des Northlands bringen.
Neuseeland ist wirklich eine sehr grüne Insel. Und selbst die Autobahnen sind nur einspurige Landstraßen mit Tempolimit 70.
Nach einer ruhigen Fahrt mit Kaffeepause kommen wir in Whangarei an, wo uns Judy auch schon freundlich empfängt.
Sie ist zierlich und hat ein nettes Lächeln in einem sehr sommersprossigen Gesicht.

Wir plaudern ein bisschen und erreichen dann Judys Heim. "Dreamlands" ist auf dem Gatter zu lesen und den Gedanken teile ich, als ich (deren Herz stark für dekorative Botanik schlägt) die vielen großen und großartigen Gewächse sehe, die den Garten bevölkern.

Judy gibt uns eine kleine Führung durch die Gärten und macht uns dann ein paar Sandwiches aus selbstgebackenem Brot, Gurke, Avocado und so manchem mehr ehe wir uns an unsere Wwoofer-Pflichten begeben.
Nach der Führung ist jedoch klar geworden, dass Dreamlands keine Farm ist - zumindest noch nicht - die Familienhündin Copper hat die Hühner verjagt und der Gemüsegarten soll erst noch angelegt werden.

Daher besteht unsere Arbeit vorrangig aus Unkrautzupfen. Obwohl wir etwas Lehrreicheres erwartet hatten lassen wir uns die Laune nicht verderben und erledigen unseren Teil der Abmachung.
Im Gegenzug kocht Judy wirklich feines Essen und Logan hat uns gestern mit zu den Whangarei Falls genommen.

Ein herrlicher Sonnentag um mit dem Hund den Fluss entlang zu laufen :)
Am Fuße des Wasserfalls angelangt genießen wir die Aussicht und staunen nicht schlecht, als sich zwei Jugendliche ohne zu Zögern den Wasserfall hinunter stürzen!

Doch auch die jüngeren Kinder sind hier mutig. Sie klettern die Bäume hoch und springen in den Fluss. Für meinen Geschmack planschen sie etwas zu nah am Wasserfall, doch Logan sieht das ganz gelassen. Hier macht man sich nicht so viele Sorgen.

Wir laufen noch ein bisschen durch den Wald, begegnen Fantails (kleinen Vögel mit breit gefächerten Schwanzfedern) und vielen anderen  Piepmätzen, ehe wir den Heimweg antreten.

Wie immer gibts auch ein paar Bilder :)

Samstag, 6. Dezember 2014

Takapuna Beach

Hallo ihr Lieben!

In den letzten Tagen war ich damit beschäftigt in die Wege zu leiten, wie es nach meinem Aufenthalt in Auckland weitergeht.
Da wollten Jobbeschreibungen studiert, Farmen kontaktiert und Bustouren gebucht werden.

Zwischen den Planungsphasen blieb sogar ein bisschen Zeit für einen Ausflug nach Takapuna nördlich von Auckland. Der Strand besteht hier nicht etwa aus Sand, sondern aus zerbrochenen Muschelscherben. Einen Strand wie diesen habe ich noch nie gesehen.

Tatsächlich habe ich eine längerfristige Reisegefährtin gefunden :D
Sie heißt Prisca Knobloch und ist ein nettes Mädel aus dem Großraum München.

Ich hatte bereits einige Zusagen von Farmen zum Wwoofing (World wide opportunities on organic farms), bei denen man den halben Tag für Kost und Logis auf der Farm arbeitet, und zwei waren auf Nachfrage bereit uns beide aufzunehmen! :)

Daher reisen wir morgen nach Whangarei, um uns zuerst die Ostküste des Northlands anzusehen.

Anbei noch ein paar Bilder für Euch :)

Wir waren ein bisschen zum Shoppen in Auckland unterwegs und stießen auf einige Hingucker :)

Da waren eine indische Parade und ein Rennstand von Red Bull und ein Weihnachtsbaum aus Fahrrädern (Kunst?), offenbar ein Festtag (feiert man in NZ wohl den Nikolaustag auf diese Weise?), von dem wir nichts wissen.

@ Adriano: die wise looking turtoise wird hoffentlich noch mehr sehen ^^ für den Anfang hier vor einem brennenden Brunnen - sowas sieht man auch nicht alle Tage! :D

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Mt Eden

Hallo ihr Lieben!

Langsam lebe ich mich im Hostel ein und taste mich an die Finessen des Backpackerdadeins heran. Nachdem meine ersten beiden Mahlzeiten aus Leitungswasser und trockenem Brot bestanden hatten, sodass in Anbetracht meiner Unterbringung in einem Souterrain-Zimmer eine charmante Knastatmosphäre aufkam, geht es mir nun nach ein paar Tagen schon deutlich besser. Ich habe Eier zum Frühstück und Saft und sogar für einige Tage eine Begleiterin. Melanie und ich laufen also durch die Innenstadt von Auckland, gelangen ab den Hafen und sonnen uns ein wenig.

Nachdem ich gestern so fleißig war, habe ich mir ein bisschen Entspannung verdient. Die Sicht vom Pier aus ist klar und weit und das Wasser hat eine Farbe, die irgendwo zwischen türkis und blau liegt, je nachdem wie die Sonne sich zeigt.

Nach einer Weile brechen wir wieder auch und beschließen statt des Auckland Towers lieber den Mount Eden hochzusteigen. Das Wetter ist klasse und obwohl die Sonne knallt ist es nicht schwül warm sondern eher kühl. Perfekt für einen kleinen Fußmarsch bergan.

Da jedoch nur vier Wanderwege den Ber hinauf führen und wir irgendwo dazwischen in eine Sackgasse gelaufen sind, fragen wir zwei nette Leute, die sich gerade über ein Auto unterhalten, nach dem Weg.

Es stellt sich heraus, dass beide Backpacker sind und mitten im Verkaufsgespräch über das Auto, und sie ohnehin gerade eine Probefahrt machen wollten, also bieten sie uns an, uns auf den Berg zu fahren.

Die Faulheit siegt natürlich und so kommen wir recht bequem den Berg hoch :)
Die Aussicht ist mal wieder prima! Wir genießen den Blick eine Weile, ehe wir uns an den Abstieg machen.
Ein ruhiger, netter Wandertag, der nach dem Akkordsightseeing der vergangenen Woche doch mal ganz gut tut.

Nun bin ich zwar noch nicht lange unterwegs, aber eins habe ich in der Kürze der Zeit bereits gelernt:

Allein ist man ganz schön allein, aber zu zweit ist man weniger allein.

Also werde ich in den nächsten Tagen, während ich auf meine Unterlagen warte, nicht nur nach Jobs, sondern auch nach Reisebegleitern die Augen offen halten :)

Montag, 1. Dezember 2014

Goodbye Australia - Hello New Zealand!

Okay ich kann also pro Post wohl nur 5 Bilder anhängen also hier die versprochene Weihnachtsdeko ^^

Nachdem ich meine liebe Cousine am Flughafen verabschiedet habe, bin ich auch schon nach Neuseeland gestartet. Der Blick aus dem Flieger ist bereits sehr viel versprechend und ich schaffe es diesmal sogar rechtzeitig ein Bild zu machen (das aber leider noch auf der Kamera ist). Als ich von Dubai startete sah ich nämlich sogar die Palminsel von oben doch kam ich nicht schnell genug an meine Kamera ran.

In NZ am Flughafen ist die viel beschriebene strenge Security laxer als erwartet. Aber umso besser :)
Ich nehme also den nächsten Bus in die Stadt und finde das Hostel dank Karte sehr schnell.
Ich teile ein Vierbettzimmer mit einer Kanadierin, einer Thai und einer weiteren Deutschen. Multi-Kulti!
Ich gehe fürs Abendessen einkaufen und wundere mich über das seltsame Getränk, das aussieht wie in Flaschen abgefüllter Froschlaich und kaufe lieber Wasser xD

Am nächsten Morgen mache ich mich auf den Weg in die Innenstadt, um meine Behördengänge für die Arbeitserlaubnis zu erledigen. Ich finde mich gut zurecht und innerhalb von fünf Stunden habe ich meine Steuernummer und ein Bankkonto beantragt, bin WWOOF-Mitglied geworden und habe eine NZ-Sim für mein Telefon besorgt. Meine neue Nummer ist daher für das nächste Jahr:
0064 21 086 286 83
Falls ihr mich dringend erreichen müsst ;)

Heute kann ich daher entspannt in den Tag starten. Vielleicht mit der Jobsuche anfangen oder ein bisschen Sightseeing betreiben :D

Viele Grüße von Gegenüber ;)

Samstag, 29. November 2014

Shopping in Bondi, Manly Beach und Sydney bei Nacht

Hey :)

Ein Sommertag! Und wo könnte man den verbringen? - Am Strand natürlich! Also habe ich vor, Bondi Beach noch eine zweite Chance zu geben, und starte nach Bondi. Nach einer kleinen Shoppingtour in der Mall kommt mir dann jedoch in den Sinn, dass meine Cousine mir geraten hat, nach Manly überzusetzen, das sei sehenswert.

Ich nehme daher mal wieder eine Fähre durch den Sydney Harbour und lege nach einer halben Stunde in Manly an. Es ist traumhaft! Hier kann man wirklich einen Urlaubstag verbringen. Eine schöne Fußgängerzone und dezente Weihnachtsdeko (die auf mich etwas befremdlich wirkt, aber seht selbst) passiere ich auf dem Weg zum Strand.

Blaues Meer, rot-goldener Sand und ein kräftiger Wind begrüßen mich am Manly Beach. Die Surfer paddeln raus und genießen das Wetter. Ich habe kein Handtuch mit und keine große Lust nach dem Baden zu erfrieren, also laufe ich nur ein bisschen durch die Gischt und genieße die Seeluft.

Lange sitze ich und genieße den Ausblick, bis es dämmert und ich wieder den Heimweg antrete. Hier komme ich in den Genuss des Anblicks von Sydney bei Nacht. Vom Boot aus ein echtes Schauspiel! :) und wie immer teile ich gern mit euch ;)

Bondi Beach, the Rocks & the Museum of Contemporary Arts

Hallo ihr Lieben :)

Heute brauche ich meine Regenjacke, weil es nieselt und recht windig ist. Ich bin heute ein bisschen ziellos und starte daher in Bondi Junction, schlendere durch die Einkaufsmeile bis ich den Bahnhof erreiche. Bondi ist ein Stadtteil und Bondi Junction der Hauptverkehrsknotenpunkt der Gegend. Von einem Bus lasse ich mich nach Nord Bondi bringen, doch am Strand ist es nicht so schön (weil richtig fieser Wind geht) sodass ich weiter fahre bis in die Watsons Bay.

Ein kleiner Anstieg bringt mich erneut an die raue Küste, das Meer tobt stürmisch unter mir, als könnte es die Felsen wegwaschen, wenn es sich nur genug anstrengte.
Ich sehe eine Weile zu, besteige dann die Fähre und steige (als einzige) in der Rose Bay aus. Das hätte mir zu denken geben sollen! Viel zu sehen gab es hier nicht, sodass ich postwendend zum Circular Quay zurück bin und durch den Stadtteil the Rocks gelaufen bin.

Gleich am Hafen liegt das Museum of Contemporary Arts. Nun wollte ich kein Kulturbanause sein und bin hinein gegangen. Einige Inszenierungen haben mir gefallen, andere hab ich wohl nicht verstanden...

Eine Künstlerin hatte 200 Paar Kinderpantoffeln mit Muscheln bestickt (auch die Sohlen!) und an die Wand genagelt. Hübsch aber die Botschaft fand ich undeutlich ^^"

Nett fand ich ein "Bild" ca. 2qm groß, dass sich aus winzigen Uhrmechanismen zusammensetzten, die zeitversetzt kleine bunte Zettel umblätterten. Dadurch wälzte sich das Kunstwerk mit einer amüsanten Willkür farblich um.

Da das Wetter nicht besser wurde bin ich dann Heim gefahren, um mit meiner Cousine zu Abend zu essen.